Die Atmung im Pilates-Training

PilaterieGanz allgemein kann richtiges Atmen zu mehr Wohlbefinden führen. Speziell im Sport und auch im Pilates-Training ist die richtige Atemtechnik wichtig und nützlich, um die Bewegungsabläufe mühelos auszuführen.

Vorteile bewusster Atmung
Wichtige Aufgabe der Atmung ist es, alle Teile des Körpers mit Nährstoffen zu versorgen. Abfallstoffe entweichen aus dem Blutstrom, so dass der Körper von Giftstoffen befreit wird. Atmung verbessert ebenso die Leistungsfähigkeit der Organe. Neben all den physischen Vorteilen der Atmung, bringt bewusstes Atmen mehr Ruhe und Gelassenheit im Alltag, es entspannt den Geist und fördert die Achtsamkeit.

Der starke Focus auf die Atmung während des Pilates-Trainings sorgt dafür, dass die Teilnehmer ganz präsent im Hier und Jetzt sind – Achtsam für Atmung und Bewegung. Dies wiederrum bringt Entspannung, trotz des Trainings. Ein weiterer wichtiger Aspekt ist, dass mit dem richtigen Atemrhythmus das Ausführen der Übungen erleichtert wird. Denn immer sollte der Atem die Bewegung führen.

Flanken-Atmung / seitliche Brustkorb-Atmung
Im Pilates atmen wir in den seitlichen Brustkorb, diese Form der Atmung wird auch Flanken-Atmung genannt. Dabei dehnen sich die Rippenbögen mit dem Einatmen zur Seite und nach hinten auf. Mit dem Ausatmen sinken die Rippenbögen wieder. Beachte dabei folgende Punkte:

  1. Der Schulter- und Nackenbereich bleibt ganz entspannt.
  2. Lasse deinen Atem immer gleichmäßig fließen, halte ihn an keinem Punkt an.
  3. Atme durch die Nase ein – ohne die Schultern zu heben.
  4. Atme durch den leicht geöffneten Mund, hörbar wieder aus – dabei ist der Kiefer locker und gelöst, die Gesichtsmuskulatur entspannt.

Diese Atmung kannst du im Stehen, Liegen oder Sitzen üben. Nimm eine für dich bequeme Haltung ein. Lege deine Hände rechts und links an die Rippenbögen und atme in deine Handflächen hinein. Spüre dabei, wie sich mit dem Einatmen die Rippenbögen zur Seite und nach hinten weiten und wie sie mit dem Ausatmen sinken und sich wieder annähern.

Im nächsten Schritt, kannst du während der Atemübung den Bauchnabel zur Wirbelsäule ziehen, um die Spannung im Powerhouse aufzubauen und das Prinzip der „Zentrierung“ zu schulen.

Die bei der Atmung beteiligten Muskeln:
–          Zwerchfell
–          Zwischenrippenmuskeln
–          Bauchmuskeln

Weitere Muskeln die den Atemvorgang unterstützen oder bei schwierigen Übungen mit zum Einsatz kommen:
–          Treppenmuskeln (Musculi scaleni)
–          Kopfwender (Sternocleidomastoideus)
–          Sägemuskel (Serratus)
–          Brustmuskeln (Pectoralis major)
–          großer Rückenmuskel (Latissimus)
–          Rückenstrecker (Erector spinae)
–          Quadratischer Lendenmuskel (Quadratus lumborum)

Um die Atmung in Verbindung mit dem Pilates-Training besser zu schulen, kannst du die im Blog beschriebenen Übungen nutzen.

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