Was es denkt – der plappernde Verstand

PilaterieUnser eigenes Denken, unser Verstand steht uns viel zu oft im Weg, um Lösungen zu finden, Entscheidungen zu treffen oder uns einfach mal zu entspannen. Als ich mich heute entschieden hatte einen Blogartikel zu schreiben, stand ich vor der Frage welches Thema es denn sein soll.

Gedanken kreisen
So kreisten die Gedanken zu Pilatesthemen, zu Themen der gesunden Ernährung, ob ich etwas für meine Leser kochen, oder ich lieber über Entspannungsmethoden schreiben soll… Und während der Themenfindung mischten sich ganz andere Gedanken ein: heute noch Blumen zu gießen, welche Telefonate noch zu erledigen sind und dass ich noch was einkaufen müsste und die Bügelwäsche erledigt sich auch nicht von alleine… Und dann waren da noch Gedanken, ob ich mir einen Kaffee koche oder doch lieber einen Tee, der Nachbar mäht schon wieder den Rasen, was für ein Wetter draußen ist und was mache ich morgen in meinem Pilateskurs für Übungen… .

Plötzlich passierte etwas scheinbar Verrücktes – ich wurde mir des gegenwärtigen Augenblicks bewusst! Auf körperlicher Ebene war mir klar, ich sitze auf der Couch, den Laptop auf dem Schoß, atmend. Auf geistiger Ebene war ich überall mit meinen Gedanken und dazu gehört: erinnern, bewerten, planen, orientieren, imaginieren, argumentieren, fantasieren und mehr. Wie soll man denn da einen klaren Gedanken fassen und Entscheidungen treffen können? Und so stand das Thema für den neuen Blogbeitrag fest!

Achtsamkeit
Wir werden genau in dem Moment präsent, in dem wir erkennen, das wir nicht präsent sind. In diesem Moment, in dem wir sehen, dass wir von unseren Gedanken gefangen sind, kommen wir in die Freiheit aus dieser Gedankenfalle herauszutreten. Es sollte uns viel öfter klar sein, dass der Verstand uns dienen, nicht uns beherrschen soll. Darum ist es wichtig Ruhe in den Geist zu bringen. Dies ist Beispielsweise durch Achtsamkeit – reines Beobachten – möglich.

Achtsamkeit bedeutet sich all dessen ganz bewusst zu sein was in diesem Moment geschieht ohne Filter und ohne Bewertung. Es ist die Bewusstheit von Geist und Körper im Hier und Jetzt.

Positive Wirkungen können dabei sein:

  • Innerlich ruhiger zu werden
  • Fähigkeit besser mit Stress umzugehen & Stressabbau
  • Neue Ideen und Lösungen finden
  • Besser schlafen
  • das Selbstwertgefühl kann sich verbessern
  • mehr innere Ruhe und Ausgeglichenheit
  • mehr Akzeptanz im Leben
  • Schmerzen und Krankheiten lindern

Übung für mehr Achtsamkeit
Ein einfaches Beispiel sich in Achtsamkeit zu üben, kann morgens das Zähneputzen sein. Beobachte nur das Zähneputzen und nimm wahr was dabei wahrzunehmen ist, ohne zu werten – den Geschmack, das Gefühl im Mund, der Geruch, etc… Sei dabei ganz im Hier und Jetzt, nämlich beim Zähneputzen. Eine weitere einfache Übung: ganz bewusst und in Achtsamkeit ein Glas Wasser zu trinken und wenn du dich noch steigern möchtest, dann nimm eine Mahlzeit in völliger Ruhe und Achtsamkeit ein. Sollten die Gedanken dabei hin und wieder abschweifen, dann nimm dies wahr und kehre zu deiner eigentlichen Übung zurück, ohne irgendwas zu bewerten.

Tue dies regelmäßig und dehne die Übung auf weitere Handlungen im Alltag aus. Erlaube dir, die Kraft des gegenwärtigen Augenblicks zu erleben, dann kann der ununterbrochen plappernde Verstand allmählich still werden und zur Ruhe kommen. So ist Raum und Offenheit da für echte Lösungen.

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